China verbietet Bitcoin und Co.
China vs. Bitcoin geht in die nächste Runde

China und der Krypto Markt

China hat den Handel mit Kryptowährungen eigentlich bereits seit 2017 verboten. Anfang dieses Jahres verhängte die Regierung ein spezielles Verbot für Krypto-Mining mit Blick auf Chinas Klimaverpflichtungen und jetzt haben sie es nochmal-nochmal verboten.

Seit Jahren schon rücken die chinesischen Verbote immer wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit und viele „Krypto-Gegner“ nutzen China deshalb auch gerne zur Untermauerung ihres Arguments „Ja, und wenn Kryptowährungen überall verboten werden wie in China…“. 🙈
Im Mai dieses Jahres bekräftigten die „National Interest Finance Association of China“, die chinesische „Banking Association“ und die „Payment and Clearing Association of China“ gemeinsam ihre Unterstützung für die Position der Regierung und damit das/die Verbot(e) von Kryptowährungen wie Bitcoin. Offiziell als Schutz des Eigentums der Menschen. So wurde erklärt:

„In letzter Zeit sind die Preise für Kryptowährungen in die Höhe geschossen und wieder gefallen, und der spekulative Handel mit Kryptowährungen hat zugenommen, was die Sicherheit des Eigentums der Menschen ernsthaft beeinträchtigt und die normale Wirtschafts- und Finanzordnung stört.“

Im Mai ist daraufhin der gesamte Krypto Markt eingebrochen. Bitcoin ist ordentlich gefallen, Ether ebenso und selbst Elos Musk’s Dogecoin hat es erwischt. Ich erinnere mich, dass mein komplettes Portfolio von roten Zahlen dominiert wurde und dir ging es vermutlich ebenso. Hatte es damals auch in diesem Artikel etwas genauer angeschaut. Ganz im Sinne der Krypto-Community habe ich dann auch „im Sale“ nachgekauft und mich im vollen HODL-Modus auf die Zukunft gefreut. 🤩
Und wie zu erwarten, ging es auch wieder Aufwärts! 🎉

China gibt nicht auf im vergeblichen Kampf gegen Bitcoin & Co.

Im vergangenen Monat veröffentlichte die Regierung des Landes eine Mitteilung, in der sie ihre Haltung gegenüber Kryptowährungen erneut näher erläuterte (grob übersetzt):

„In letzter Zeit hat der Handel mit virtuellen Währungen zugenommen, was die wirtschaftliche und finanzielle Ordnung stört und illegale und kriminelle Aktivitäten wie Glücksspiel, illegale Geldbeschaffung, Betrug, Pyramidensysteme und Geldwäsche fördert“.

Das Update der Regierung traf Bitcoin und seinen Wert durchaus. Der Preis des größten und wichtigsten Kryptotoken fiel innerhalb einer Stunde nach der Veröffentlichung des Statements um fast 5 % auf etwa 41.000 US$.
Man könnte aber auch sagen, um „nur 5 %“, wenn man sich die anderen durch China verursachten Einbrüche ansieht. Meiner Meinung ist das bereits ein starkes Zeichen dafür, dass der Markt immer stärker wird und das Vertrauen in Krypto wächst. Von News, wie erneute Verbote durch China, lassen sich immer weniger Anleger und Investoren beeinflussen. Und so hat sich auch der Preis einer Bitcoin recht schnell innerhalb nur eines Monats auf 47.600 US$ erholt.

Was mich nicht umbringtmacht mich stärker.

Tatsächlich könnte man sogar sagen, dass Bitcoin nach Chinas Krypto-Verbot stärker ist als zuvor. So sieht das zum Beispiel auch Edward Snowden.
Er hat getweeted:

Und damit hat er meiner Meinung nach absolut recht.

Nicht nur hat Bitcoin das 531te Krypto Verbot locker weggesteckt – Der Markt hat auf die News kaum reagiert, ja sogar im Gegenteil könnte man sagen. Außerdem haben die China Verbote zu einer Dezentralisierung der Mining-Power geführt. Noch 2020 waren dreiviertel der Bitcoin Miner in China ansässig. Nach dem Mining Verboten mussten diese zum Großteil das Land verlassen und sich auf der ganzen Welt verteilt – „the great Migration“.
Ja… Vielleicht sind jetzt ein paar zu viele nach Nordamerika gegangen, aber … man kann nicht alles haben.

Bitcoin-Miner schürfen 40 (!) Millionen US$ pro Tag

Die aktuellen Einnahmen der Miner aus den täglichen Block-Belohnungen sind seit dem China Verbot(en) und dem sog. „Halving-Event“ (der Halbierung) des Bitcoin-Netzwerks im Mai 2020 um ganze 488 % gestiegen.

Der aktuelle Wert liegt zwar noch ein ganzes Drittel unter dem Spitzenwert von 60.000.000 US$/Tag, den Bitcoin-Miner im Mai dieses Jahres, also unmittelbar vor Chinas Verbot gegen die Mining-Industrie, erreicht hatten. Aber es sind ja auch noch nicht 100 % aller Miner wieder am Schürfen.

Aber nicht so viel auf einmal, einen Schritt zurück.

 

Was ist ein „Halving Event“ und wie wird Bitcoin geschürft? 

Bitcoin wird im Proof-of-Work Verfahren erstellt/geschürft/geschrieben.
> Was ist Proof-of-Work?

Bitcoin-Mining ist ein hart umkämpfter Prozess der Schaffung neuer Kryptowährungen durch das Lösen komplexer mathematischer Rätsel mithilfe von Computern, auf denen spezielle Software installiert ist. Diese speziellen Computer berechnen quasi die Bitcoins. Das nennt man Proof-of-Work, kurz PoW.

Dafür, dass diese Computer alle Bitcoin-Transaktionen verifizieren und diese der Blockchain hinzufügen, bekommen die Miner eine Belohnungen. Diese setzt sich zusammen aus:

  • Transaktionsgebühren, welche automatisch für jede Transaktion erhoben wird und
  • einer Basisbelohnung für jeden geschürften Block. „Einer neuen Bitcoin“.

Das „Halving Event“

Die Blockbelohnungen, die an die Miner für die richtige Berechnung ausgeschüttet wird, wird nach jeweils 210.000 berechneten Blöcken halbiert. Dies geschieht im Durchschnitt etwa alle vier Jahre und hat den Ausdruck „Halving“ (englisch), also die „Halbierung“ geprägt.

Etwa alle vier Jahre reduziert sich also die Rate der neuen Bitcoin, die geschürft werden. Etwa im Jahr 2140 werden dann die 21.000.000 Bitcoin geschürft sein und keine neuen Bitcoins mehr in das Netzwerk gelangen.

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