NFT Investment Beginner Guide und Tipps
NFT Investment Beginner Guide & Tipps

NFT Guide – Worauf du beim Kauf achten solltest (oder kannst)

NFTs sind weiterhin in aller Munde (zumindest in meiner persönlichen Bubble). Um den Markt mit den Avataren und Profile Pictures „PFPs“ ist ein ziemlicher Hype entstanden. Es ist unglaublich viel Geld im Spiel. Leute werden immer wieder über Nacht zu Millionären und ein NFT Projekt nach dem anderen geht an den Start. Eine wahre Goldgräberstimmung ist ausgebrochen. Dabei sind NFTs eigentlich noch eine Nischenerscheinung – eine Nische mit scheinbar unendlich viel Kapital, aber die Anzahl der User (gemessen an aktiven Wallets) ist eigentlich noch recht gering. Verglichen mit allen Internetnutzern oder selbst Kryptoenthusiasten, ist hier noch viel Luft nach oben. Aber unter anderem deswegen sind die Wachstumszahlen und Adaption auch entsprechend stark.

Immer mehr große Firmen arbeiten inzwischen verstärkt daran, diesen neuen Markt zu erschließen und den Einstieg für jeden und vor allem immer leichter zu gestalten. Facebook bzw. Meta, Coinbase und viele mehr.

NFTs sind noch eine Nische. NOCH.

Ich frage in meinem Freundeskreis immer wieder interessiert nach, ob sie wissen, was ein NFT ist. Und während ich selbst immer wieder das Gefühl habe, dass es bereits rum sei, der Markt erschlossen ist und ich zu spät dran bin … wissen die meisten meiner Bekannten bisher nichtmal, was NFTs sind und was man damit machen kann, wie die Technologie dahinter unsere Zukunft in verschiedensten Bereich beeinflussen wird.

Wenn du auch erstmal ein Intro in das Thema NFTs brauchst, kannst du meine Erklärung hier nochmal nachlesen:

Wenn du Fragen dazu oder Ideen damit hast, freue ich mich über den Austausch mit dir!
Schreib mir gerne einfach an wazup@bjornout.de und lass uns drüber sprechen!

Wenn du dich dann grob auskennst und vom Hype angesteckt wurdest oder dich fragst, warum da auf einmal irgendwas von NFTs in deinem Coinbase Account angezeigt wird (Ja, Coinbase baut auch gerade einen eigenen NFT Marktplatz, coming soon und so), dann willst du dir vermutlich auch bald dein erstes NFT zulegen. Und damit du einen guten Start in die Welt der NFTs hast, nicht auf ein Fake-Projekt oder Scam hereinfällst, dein hart verdientes Geld dabei verlierst und das Kapitel NFTs damit enttäuscht oder sogar angepisst schließt, bekommst du heute einen kleinen „NFT Beginner Guide zum Kauf deines NFTs“.

Ein paar Zahlen zum aktuellen NFT Markt

Screenshot nonfungible.com
Screenshot nonfungible.com

Screenshot von nonfungible.com vom 01.11.2021

Eins noch kurz vorab: Der Guide gilt primär für die vielen NFT Projekte, die direkt ein paar hundert oder tausend None Fungible Token mit irgendwelchen Bildchen, Grafiken oder Animationen herausbringen. Kleine oder besondere Veröffentlichungen von Künstlern sind selbstverständlich anders zu bewerten (wie im echten Leben eben auch) und meine folgenden Punkte treffen vermutlich eh nicht zu. 

Probs gehen hier bei an Zeneca_33 der in seinem Blog einen ähnlichen Artikel auf Englisch veröffentlicht und mich zu diesem Guide inspiriert hat.

Worauf solltest du bei einem NFT achten?

Im ultraschnelllebigen NFT Bereich passiert unglaublich viel. Jeden Tag launchen neue Projekte und bieten ihre NFTs zum Mint an. Zu erkennen, was ein gutes NFT-Projekt ausmacht und was am ehesten zu einem langfristigen Erfolg führt, ist dabei gar nicht so einfach.

Hier sind die wichtigsten Punkte, auf die du achten solltest (in Reihenfolge!):

  1. Das Team
  2. Die Community
  3. Die Roadmap
  4. Die Kunst

None-Fungible-Token können zwar Kunst sein, diese steht aber (meist) nicht im Vordergrund!

Die eigentlich Kunst steht auf dem letzten Platz, das wird dich vielleicht überraschen, vor allem wenn man neu im Markt ist. „Ich mag die Kunst nicht, also habe ich es nicht geminted oder gekauft“, liest man immer wieder, habe ich selbst auch schon oft gesagt. Das ist auch in Ordnung, wenn man ein Kunstwerk kauft, das man sich daheim an die Wand hängen will. Auch noch verständlich, wenn man es als Profilbild verwenden möchte. Wenn du den Kauf eines NFT aber aus einer Investitions- oder Sammler-Perspektive betrachtest, dann spielt es eigentlich gar keine so große Rolle. Wenn du bei den Punkten eins bis drei deine Hausaufgaben gemacht hast, dann ist die Kunst tatsächlich ziemlich irrelevant. Das klingt sicherlich erstmal total dumm und falsch aber … lass mich erklären, warum das so ist.

Kunst ist subjektiv und liegt immer im Auge des Betrachters.

Was für den einen Müll ist, ist für den anderen ein Schatz.

Wenn du dir ein NFT kaufen willst, weil er dir gefällt oder es dich irgendwie anspricht, dann ist das natürlich auch absolut ok, nicht falsch verstehen! Vor allem bei deinem ersten NFT ist das erst recht ok. Wenn du aber, wie sehr viele in dem Bereich, die Token als Investition siehst und mit Gewinn verkaufen willst, dann spielen die anderen Punkte einfach eine wichtigere Rolle. Dann ist die Kunst ist in der Regel kein wichtiger bzw. entscheidender Faktor.

Okay, aber worauf solltest du dann achten? Ordentliche NFT-Projekte haben meistens eine sog. Roadmap, also einen Fahrplan, den das Team mit den NFTs verfolgt. Dann muss dieser entsprechend wichtiger sein, oder?
Jaein… leider HABEN gefühlt fast alle Projekte einen ähnlichen (oftmals fragwürdigen) Plan. Ganz im Sinne von: „Wenn XY % unserer NFTs verkauft werden, dann ____“

  • verlosen wir weitere 5 NFTs unter allen Wallets
  • zahlen wir _ ETH in die Community Wallet
  • erstellen wir einen Comic/Merchandise etc.
  • verlosen wir _ ETH unter allen Wallets

etc.bezahlt zu haben und anschließend zu verfolgen, wie der Preis sinkt, sinkt und weiter sinkt… nee, macht keinen Spaß! Kann ich nicht empfehlen.

Wie im echten Leben gilt: „ein guter Plan garantiert noch lang keine gute Umsetzung!“

Ein guter Plan, wenn ebenso gut ausgeführt, kann ein Projekt natürlich auf das nächste Level heben. Roadmaps haben daher schon eine gewisse Bedeutung. Auch ist hier gut zu erkennen, ob sich das Team hinter dem Projekt Gedanken gemacht hat oder es ein weiteres liebloses Standard-Projekt mit einer „Standard Roadmap“ ist (welche dann oftmals noch eher schlecht als recht ausgeführt wird). Wenn du dir ein paar NFT Projekte anschaust, wirst du schnell erkennen, was ich mit einer „Standard Roadmap“ meine. Überfliege ein paar Roadmaps und schaue, ob dir etwas Revolutionäres, Einmaliges oder neues auffällt und hängen bleibt. Bei 9 von 10 Fällen wird dies vermutlich nicht der Fall der Fall sein. Also ab zum nächsten Projekt.

Okay, die Kunst ist also egal, die Roadmap irgendwie ebenfalls – wie sieht es mit dem Preis aus? Auch total egal! Einige der besten Projekte waren kostenlos oder haben zum Mint mal 0,05 ETH oder so gekostet. Vor allem ist es dir ja auch eh selbst überlassen, mit wie viel Budget du in den Markt oder ein Projekt gehen willst, also wie viel du ausgeben möchtest. Was bleibt dann noch?

Das Team, die Menschen dahinter.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Ein Projekt mit einem anonymen Team ist ein absolutes rotes Tuch! Don‘t do it! Wenn nicht mal die Leute, die das NFT erstellt haben, dazu stehen und sich öffentlich zeigen wollen, warum solltest du ihnen dann trauen und dein Geld geben? Jaaaaa… wie alles in diesem Text, ist das kein 100%iges Ausschlusskriterium, es gab schon sehr erfolgreiche Projekte von anonymen Teams. Es ist aber deutlich schwieriger. Im echten Leben würdest du einer anonymen Person ja auch weniger Vertrauen schenken und wärst erstmal skeptisch. Auch auf eBay checkst du bestimmt die Bewertungen des Verkäufers, um ein besseres Gefühl zu haben. Ähnlich ists eben bei NFTs. Wenn du dir also ein Projekt anschaust, stalke das Team ein wenig. 🤷🏼‍♂️ Suche die Personen auf LinkedIn oder dem sozialen Medium deines Vertrauens. Mach eine kleine Due Diligence: Was haben die Gründer davor gemacht? Haben sie schon mal erfolgreich zusammengearbeitet? Aus welcher Branche kommen sie? Etc. Lerne sie einfach ein wenig kennen und mache dir dein Bild.

Next: Die Community selbst.

Kleiner Einschub an dieser Stelle. Let me introduce: Discord.

Wenn du nicht aus der Gaming-Richtung kommst, hast du von Discord bisher noch nichts gehört oder es genutzt. Discord ist ein All-in-one Chat-Programm würde ich sagen. Du kannst schreiben, telefonieren, Dateien versenden und empfangen oder sogar Video-Call abhalten. Jeder kann hier relativ schnell, einfach und kostenlos einen Server einrichten und losschreiben. Im NFT Bereich findet ein Großteil der Kommunikation eben über diese, Projekt-eigenen Discord Server statt. Auf den Websites der Projekte wird üblicherweise auf diese verlinkt.

 Als Nächstes solltest du dir also immer unbedingt den Discord Server der NFT Projekte anschauen. Hier findest du alle wichtigen Infos zum Projekt und kannst die Community kennenlernen. Lies dir die Ankündigungen des Teams, welche seit dem Start des Discords Servers gemacht wurden, durch und überlege einfach logisch: Machen diese Sinn? Halten sie ihre Versprechen und Deadlines ein? Sprechen dich die Ziele an?

Die Discord Community

Spätestens hier wird es nun jedoch ein bisschen tricky. Denn, um eine NFT Community zu bewerten, gibt es keine eindeutigen oder allgemeingültigen Faktoren. Ich selbst bin z.B. in der Discord Gruppe des „KB24“ NFTs (Link) mit 30.000 anderen NFT und Kobe Fans. Trotzdem ist das Projekt leider fast tot. (Auch wenn wir alle noch hoffen, dass es was wird!) Und ich bin in der Community der „Crypto Brewery“ (zum Discord hier entlang) und der „SportsIcon“ (> Discord) – zwei deutlich – DEUTLICH kleinere Communities, bei denen dafür aber umso mehr passiert! Rein auf die Mitgliederanzahl kann man also auch nicht gehen.

Schau dir an 1. Wie aktiv die Community ist und 2. Wie die Qualität der Beiträge im Discord ist. Wenn alle nur NFT-Floskeln wie „to the moon“ oder „pump it up“ schreiben, ist das eher kein gutes Zeichen. Helfen sich die Leute gegenseitig, beantworten sie ernsthafte Fragen und tauschen sich aus, sind das schon bessere Zeichen.

Aber das wäre ja jetzt zu leicht…

Auch eine Discord Community kann gekauft werden und natürlich kann man auch Influencern bezahlen, Werbung für ein NFT Projekt zu machen und das Projekt oder den Discord künstlich wachsen zu lassen. Das soll jetzt aber auch nicht heißen, dass Projekte, die anorganisch gepusht werden, nicht erfolgreich sind oder sein können. Meiner Meinung nach ist daher der beste Weg, ein Projekt wirklich zu verstehen, in den Discord-Server einzutauchen und mit allen Beteiligten zu kommunizieren. Wie ist die Sprache in den Chats, antworten dir die Gründer… So bekommst du am besten ein Gefühl für das Projekt und wirst bestimmt schnell intuitiv erkennen, ob es sich lohnt oder nicht. Das bedeutet aber einfach auch, dass du ein wenig Zeit investieren musst. Ich hoffe, dieser Artikel hilft dir ein wenig dabei und du verbrennst dich nicht an deinen ersten NFT Investments.

Und glaube mir, das macht keinen Spaß!

Ich habe mein Lehrgeld bezahlt, dazu gelernt und bin jetzt viel vorsichtiger geworden. Das Gefühl für ein deppertes JPG 200 € bezahlt zu haben und anschließend zu verfolgen, wie der Preis sinkt, sinkt und weiter sinkt… nee, macht keinen Spaß! Kann ich nicht empfehlen.

Wie oben schon kurz erwähnt, kommt der Erfolg aber ebenso auf die Art des Gründers oder Künstlers an und hängt auch davon ab, was du dir davon erwartest.

Wenn ein Projekt auf den Markt kommt, der Chat komplett chaotisch ist, der Preis der NFTs am ersten Tag um das 10-fache steigt und du verkaufst, ist das nach allen finanziellen Maßstäben ein ziemlich großer Erfolg – wenn das dein Ziel ist! Ist halt eher nur von kurzer Dauer. Wenn alle Beteiligten darauf aus sind möglichst günstig zu kaufen und schnell teuer zu verkaufen aka „sell the top“, kann das auch funktionieren.

Es geht, kannst du schaffen, aber es ist wirklich sehr stressig, sehr Zeit intensiv und sehr sehr riskant.

Mein kurzes Fazit:

Sei dir klar, was du dir von einem Projekt erhoffst, mach deine Hausaufgaben und höre auf dein Bauchgefühl!

Und unbedingt erwähnen will ich auch noch, dass die aktuellen Bildchen NFTs echt nur die oberste Spitze des Eisbergs sind. Die Technologie und Möglichkeiten darunter haben viel mehr drauf als Bildchen und so… und trotzdem sind diese ein super Einstieg in diese neue Welt.

 

Danke fürs lesen & bis zum nächsten Mal!

Cheers
Björn

Eine kleine Bitte noch!

Ich probiere mich hier gerade am Schreiben und hoffe dabei viel zu lernen.
Dein Feedback wäre daher wirklich sehr wertvoll für mich!

Fehler gefunden? Vorschläge und Ideen? Was hat dir vielleicht gefallen? Was fandest du nicht gut?
Egal, ob gut oder schlecht – für mich ist jedes Feedback super hilfreich, um zu lernen!

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