Was ist ein Smart Contract?
Was ist ein Smart Contract und welche Möglichkeiten entstehen damit?

Ein Smart Contract ist ein Code, Computercode, der auf einer Smart-Contract-fähigen-Blockchain liegt, lebt und funktioniert.

Nachdem wir uns letzte Woche nochmal eine Grundlagen gebildet haben:
> Was ist das Web3?
> Was ist ein Non-Fungible Token?
> Was macht ein Metaverse aus?

> Wie „setzt sich eine Blockchain zusammen“?
> Was ist Dezentralität?

… geht es nun weiter mit den Grundlagen hinter NFTs.
Quasi dem Rückgrat dieser Token und gleichzeitig dem, was sie in meinen Augen so unglaubich spannend und zukunftsfähig machen: Was sind Smart Contracts?

 

Ein Smart Contract ist …

 

kurz gesagt ein Computercode, der eine vorab definierte und programmierte Wenn-Dann-Beziehung umsetzten und durchführen kann.

 

Ein Smart Contract ist kein klassischer Vertrag, wie wir ihn aus unserem normalen Leben kennen.

Die Bezeichnung „Smart Contract“ ist daher leider etwas irreführend. 

Ein Smart Contracts ist vielmehr ein Computercode, der auf der Ethereum-Blockchain (oder ein paar anderen Blockchains) läuft und lebt. Alle Bedingungen der Vereinbarung zwischen den Parteien wurde dabei vorab in Form von Code festgelegt und unveränderbar auf die Blockchain geschrieben.

Smart Contracts sind daher eine der leistungsfähigsten Funktionen der Blockchain-Technologie und beiten meiner Meinung nach ein unglaubliches Potential, welches wir aktuell nur ankrazen.

Ein (vereinfachtes) Beispiel:

Die Verkaufsgebühr bei eBay:
Diese basiert zwar aktuell nicht auf einem Smart Contract, aber wenn du schon mal etwas auf eBay verkauft hast, kennst du das:
Du verkaufst etwas auf dem Marktplatz für € XY,- und eBay erhebt dafür eine Verkäufergebühr (Z), die sich an diesem Verkaufspreis orientiert.

Die Bedingung (Wenn) ist also der Verkauf eines Artikels zum Preis € XY,-.
Die Aktion (Dann) ist die Erhebung der Verkaufsgebühr in Höhe von Z% durch eBay.

Wenn also eine vorgegebene Bedingung erfüllt wird, führt der Smart Contract automatisch die ebenfalls vorab festgelegte Aktion durch. In Form einer Wenn-Dann-Beziehung lässt sich sehr viel umsetzen und damit in gewisser Weise automatisieren.

Das eBay-Beispiel lässt sich theoretisch ebenso in einen Smart Contract übertragen und leicht erweitern:
Wenn das [Produkt/NFT] für € XY,- verkauft wird, dann schicke Z% an die Geldbörse des Marktplatzes und den Rest an den Ersteller.“

Eine Denkbare (und im NFT Space bereits typische) Erweiterung im Fall eines digitalen Kunstwerkes, ist dann zum Beispiel die Creator Fee. Der Creator (Ersteller) soll dabei auch automatisiert etwas von den € XY,- bekommen. Der „dann“ Befehl wird also erweitert durch soetwas wie „… und schicke C% an die Wallet des Creators.“

 

Kleine Anmerkung hierzu noch:

Die Funktion muss sich dabei nicht auf das Monetäre beschränken. Ein Smart Contract kann auch in ganz andere Richtungen gedacht und gecoded werden.

Wenn ein digitales Produkt fünf mal verwendet wurde, dann ist der Nutzungsrahmen aufgebraucht und die Datei nicht mehr nutzbar.“
Wenn eine Softwarelizenz aktiviert wurde, dann deaktiviere diese in 365 Tage und …“
Wenn die Sportlerin eine Goldmedallie gewinnt, dann tausche den Hintergrund des NFTs“
Wenn der User einen bestimmten Token in der Wallet hat, dann erlaube ihm Zugriff auf den Content etc.“
>>> Die Möglichkeiten sind endloss und wie bereits geschrieben, wir kratzen vermutliche gerade erst an der Oberfläche dieser.

Einen Smart Contract zeichnet hierbei aus:

  • Er wird vorab festgelegt, definiert und ist danach nicht mehr veränderbar.
  • Er ist auf einer Blockchain gespeichert und dadurch öffentlich einsehbar.
  • Alle Parteien oder Beteiligten (z. B. Käufer, Verkäufer und Marktplatz) verständigen sich auf diesen Code > Code is lawwenn sie mit ihm interagieren.
  • Er kann Eigentum an Vermögenswerten festhalten und verfolgen.
  • Er kann Geschäftsprozesse optimieren.
  • Er ist dezentral und wird nicht von einer einzelnen Einheit kontrolliert.

Smart Contracts ermöglichen damit vertrauenswürdige Transaktionen und Vereinbarungen zwischen komplett anonymen Parteien, ohne dass zentrale Stelle oder eine Schlichtung durch einen Dritten erforderlich ist.

Damit haben wir es wieder für heute.
Ich hoffe, du konntest etwas mitnehmen und etwas Neues lernen.

Wenn du Fragen oder einen Fehler gefunden hast, oder einfach nur Feedback geben willst, kannst du mich gerne über wazup@bjornout.de erreichen.

Vielen Dank fürs lesen 💙

Was ist eine Blockchain? (1/2)

Was ist eine Blockchain? (1/2)

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