Was ist das Metaverse?
Was ist das Metaverse? Oder was könnte das Metaverse sein?

Day three!

Nachdem wir uns nun schon Non-Fungible Token (NFTs) und das Konzept des Web3 angeschaut haben, geht es heute direkt weiter in den Web3 Hasenbau.
Diesmal geht es um das Thema Metaverse. Du wirst lernen, was das eigentlich sein soll und was (möglicherweise) ein Metaversum ausmacht.

Also heute, ohne viel blabla, direkt rein:

 

Was ist ein Metaverse und warum ist es so besonders?

 

Vereinfacht ausgedrückt kann ein Metaverse oder Metaversum als ein gemeinsamer virtueller Raum verstanden werden, in dem wir uns als User frei bewegen, virtuelle Gegenstände besitzen und benutzen können.
Wir können dort Freunde treffen, arbeiten, an Events teilnehmen und vieles, vieles mehr.
Es handelt sich dabei um eine neue, digitale Welt, geprägt und erschaffen durch Virtual Reality (kurz VR oder zu deutsch „virtuelle Realität“) und Augmented Reality (kurz AR oder zu deutsch „erweiterte Realität“).

 

Das Metaversum – unser zukünftiger virtueller Kommunikations-, Arbeits- und Konsumraum?

Spätestens seit dem Namenswechsel von Facebook zu „Meta“ ist das Metaverse auch im Mainstream ein Begriff. Dabei wurde der Begriff erstmals bereits 1992 vom Science-Fiction-Autor Neal Stephenson in seinem Cyberpunk-Roman Snow Crash geprägt und setzt sich aus der Vorsilbe „meta“, für das Jenseits, und dem Wortstamm „verse“, wie in Universum, zusammen. Mr. Stephenson beschreibt in seinem Roman eine virtuelle 3D-Welt, in der Menschen durch digitale Avatare miteinander und mit künstlich intelligenten Agenten interagieren – kommt also auch den aktuellen Gedanken und Ansätzen durchaus nah.

Eine Metaversere Definition

Wie bei jeder großen Zukunftsvision, die sich erst noch entwickeln will und wird, versuchen viele Menschen oder Unternehmen, aktuell dem Metaverse ihre eigene Definition aufzudrücken. Manche setzen dabei auf Grafik, andere auf die Interaktionen ihn der Welt und wieder andere arbeiten daran, die echte Welt mit dem Metaverse so zu verbinden, dass auch Berührungen, ja sogar Schmerzen, an die User übertragen werden können. Aber, ob wir das alles brauchen und welches Konzept, welche Plattform sich durchsetzen wird, das weiß derzeit noch niemand.

Glaubt man Metaverse-Anhängern, wird unser Leben in Zukunft in beiden Welten stattfinden. Unsere reale, also die physische, Welt soll durch eine virtuelle, digitale Welt ergänzt werden. Wir werden „phygital“.

Aktuell stehen wir aber noch ziemlich am Anfang und können noch nicht mal beantworten, ob das Metaverse aus einer oder mehreren Welten bestehen wird. Oder auch welche Identität(en) wir dort haben werden und wie Rechtssicherheit gewährleistet werden kann. Derzeit gibt es daher eigentlich nicht viel mehr als Konzepte und Visionen, wie das Metaverse aussehen, funktionieren und genutzt werden soll, kann oder wird.
Viele wichtige und entscheidende Punkte müssen in den nächsten Jahren erst noch geklärt und sogar teilweise die nötige Technologie erst entwickelt werden.

We are still very, very early in Sachen Metaverse.

Fünf Aspekte, die ein Metaverse ausmachen

Es gibt bereits unterschiedliche Ansätze für Metaversen und virtuelle Welten und ständig kommen neue dazu. Im kommenden Abschnitt wirst du fünf Aspekte kennenlernen, die sich immer wieder finden und die unser Metaverse möglicherweise auszeichnen werden.

  1. Es ist eine digitale Welt, eine virtuelle Realität.

Das womöglich wichtigste Merkmal eines Metaversums und eines, bei dem wir uns bestimmt einig sind. Wir können es mit einem Computer oder Smartphone, einer Spielkonsole oder durch ein VR-Headset besuchen, erkunden und erleben. 

  1. Es ist live, immer da und beständig.

Es ist immer live und online. Wir können es verändern, wie zum Beispiel Gebäude bauen oder Gegenstände hinzufügen, verschieben oder entfernen. Das Entscheidende dabei: Die Änderungen sind bei unserem nächsten Besuch weiterhin da, und zwar nicht nur für dich, sondern auch für jeden anderen User.

  1. Das Metaversum ist sozial und wir können es gemeinsam erleben.

Jeder Mensch mit einer Internetverbindung (und der nötigen Hardware) kann hinein und wir alle werden als Avatare dargestellt. Mit unseren Avataren können wir neue Arten von sozialer Interaktion eingehen und virtuelle Kontakte knüpfen. Die zwischenmenschliche (oder zwischenavatarliche ?) Kommunikation könnte im Metaversum sogar wieder natürlicher werden bzw. sich zumindeset so anfühlen, als wir es aktuell aus Videokonferenzen kennen.

  1. Es verbindet die virtuelle mit der realen Welt.

In einigen Visionen des Metaversums stellen die digitalen Gegenstände in der virtuellen Welt tatsächliche reale Gegenstände in der echten Welt dar. Die Modebranche arbeitet bereits an der Verknüpfung von realer und digitaler Kleidung und so fand zum Beispiel auch bereits die erste Fashion Week im Decentraland statt. Man spricht daher auch davon, dass das Reale und das Virtuelle „digitale Zwillinge“ werden.

  1. Es ist dezentral.

Dezentral bedeutet hier, dass keine zentrale Instanz, wie eine Person, ein Unternehmen oder gar eine Regierung, gibt, die über das Metaversum entscheidet und dort das letzte Wort hat. Die Gemeinschaft trifft alle Entscheidungen und dank NFTs können wir, also jeder, die virtuellen Gegenstände im Metaverse besitzen und handeln – ganz wie im echten Leben.

Mark Zuckerbergs Pläne mit Meta verfolgen im Vergleich einen komplett zentralisierten Ansatz, in dem Facebook, also Meta immer die Oberhand haben und alle (großen) Entscheidungen selbst treffen wird oder glaubst du wirklich, dass Meta nicht mitsprechen wird, was und wo veröffentlicht werden darf oder wie auf der Plattform Werbung gemacht werden kann?

Zwei der aktuell „größten“ Metaverse Ansätze

The Sandbox

In einem Satz zusammengefasst könnte man sagen:
The Sandbox ist eine Voxel-basierte (das sind die Pixel ähnlichen 3D Blöcke) Spielwelt, basierend auf der Ethereum-Blockchain. Es ist ein sog. „Open World“-Spiel, in dem die Spieler nach Belieben erkunden und erschaffen können (werden oder sollen). Die Möglichkeiten sollen nahezu endlos sein. Derzeit sieht das jedoch schon noch sehr anders aus.

Decentraland

Das Decentraland ist ebenfalls eine 3D-Virtual-Reality-Welt, allerdings nicht im Pixel/Voxel Style. Wie der Name bereits verrät, geht es beim Decentraland um Dezentralität, es gibt keine zentrale Autorität. ie gemeinnützigen Decentraland Foundation den auf der Ethereum-Blockchain basierenden Metaverse-Ansatz.

Aktueller Status des Konzept Metaverse

Vielleicht hast du es auch selbst schon mitbekommen, derzeit steht es anscheinend nicht gut um die Metaversen unserer Welt. So heißt es bei W&V schonmal „1,2-Milliarden-Plattform im Metaverse lockt keine User an“ (hier geht es zum Artikel) aber ich würde solche News aktuell einfach überbewerten. Wir sind einfach noch unglaublich früh dran und die Entwicklung wird sicherlich noch einige Jahre in Anspruch nehmen, bis wir DAS oder vermutlich eher DIE MeterverSEN sehen und vor allem wirklich nützen werden.

 

So, ich denke, dass reicht wieder für Heute.
Ich hoffe, du konntest etwas mitnehmen und vielleicht sogar etwas Neues lernen.

Wenn du Fragen oder einen Fehler gefunden hast, oder einfach nur Feedback geben willst, kannst du mich gerne über wazup@bjornout.de erreichen.

Vielen Dank fürs lesen 💙

 

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